Die unten beschriebene Gesangskabine wird wegen Nachwuchs und Platzmangel zur Zeit bei ebay versteigert. Versteigerungsende ist am 18. November 2009, um 22:32 Uhr.
Hier gehts zur Versteigerung.
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Für Gesangsaufnahmen habe ich mir eine Aufnahmekabine gebastelt. Zum einen um eine gute Akustik bei der Aufnahme zu erreichen, zum anderen natürlich auch, um die Nachbarn nicht mit lautem Gekreische zu beglücken (den coolen Mix mit der Hintergrundmusik hört ja nur der Sänger auf seinem Kopfhörer…).
Nach ein paar Anregungen im Web habe ich mich entschlossen, eine Konstruktion aus Dachlatten, Holzplatten und Gipskartonplatten zu bauen, die innen mit Noppenschaum ausgekleidet ist.
Spannplatten waren mir aber zu gross und zu unpraktisch. Ausserdem passen die nicht in mein Auto. Deshalb hab ich Naturholzbretter in der Grösse 80cm x 40cm für 2.70 EUR das Stück genommen. Ist zwar ein bisschen teurer (hab 62 Stück davon gebraucht) und viel mehr Arbeit, aber das war mir egal.
Im Web habe ich viele Beiträge gefunden, die sagen, dass man für eine optimale Akustik schräge Wände und eine schräge Decke einbauen muss. Wollte ich am Anfang auch machen, war mir dann aber zu kompliziert und ich habs erstmal gelassen. Die Kabine ist für sehr hohe Akustikansprüche eigentlich auch zu klein (1.40m x 2m x 2m), aber mehr Platz hatte ich nicht. In erster Linie ging es mir auch um die Schalldämmung. Mit der Akustik bin ich jetzt wo das Ding fertig ist aber auch ganz zufrieden (siehe Fazit).
Für den Boden habe ich ein Gerüst aus Dachlatten mit Winkeln zusammengeschraubt. Auf dieses Gerüst habe ich die Leimholzplatten geschraubt.



Die Rückwand und die Seitenwände wurden nach dem gleichen Prinzip wie der Boden zusammengeschraubt. Statt Dachlatten dienen hier Pfosten als Träger (gibts auch im Baumarkt, sind aber wesentlich teurer als Dachlatten – ca. 5 EUR für 2 m).

Die Vorderwand enthält die Tür und war deshalb etwas komplizierter. Damit die Wand mit der Lücke für die Tür bei der Endmontage nicht auseinanderbricht, habe ich von hinten Dachlatten daran geschraubt, die später wieder entfernt wurden. Die Tür selbst war relativ einfach zu bauen. Habe sie später mit grossen Scharnieren befestigt.



Die Wände hab ich auf den Boden gestellt und auf diesem mit Winkeln angeschraubt. Dann hab ich die Wände mit Schraubzwingen stabilisiert und aneinandergeschraubt. Das hat besser funktioniert als ich dachte. 6 Dachlatten verbinden die Pfosten von Vorder- und Rückwand und bilden so die Grundlage für die Decke.


Die Zwischenräume zwischen den Pfosten hab ich zuerst mit Styropor und dann mit Gipskartonplatten gefüllt. Die Gipskartonplatten kann man mit einem einfachen Teppichmesser zuschneiden und dann einfach abbrechen. Trotzdem war das ne ziemliche Sauerei, weil man teilweise mit der Feile nachhelfen muss. Styropor hab ich einfach angenagelt und die Gipskartonplaten mit Spax Schrauben angeschraubt.

Decke
Für die Decke habe ich zuerst eine Lage Gipskartonplatten auf die Deckenlatten gelegt und angeschraubt, dann eine Lage Styropor obendrauf und anschliessend von oben wieder Leimholzbretter daraufgeschraubt.
Ein paar lange Wochenenden, 6 Quadratmeter Noppenschaum, 33 Gipskartonplatten, 62 Leimholzbretter und ein paar hundert Spaxschrauben später: Die Kabine steht. Obendrauf gibt es sogar noch einen Ehrenplatz für meinen alten Roland D-50.

In der Kabine war noch genug Platz, um auf einem kleinen Tischchen ein Monitor und eine USB-Tastatur zu stellen, mit denen ich meinen Aufnahmerechner von der Kabine aus fernsteuern kann.

Ansonsten reicht es noch für einen Barhocker und das Mikrofonstativ. Nach viel Platz sieht es nicht aus, aber man kann sich eigentlich noch ganz gut bewegen.

Der Bau der Kabine hat verdammt viel Arbeit gemacht und ich bin noch nie so oft zum Baumarkt hin- und hergefahren. Aber es hat auch Spass gemacht. Am Schluss war es dann doch eine ganz schön teuere Angelegenheit. Schätze 400-500 EUR hab ich da bestimmt verbaut. Die Akustik in der Kabine ist dank dem Noppenschaum ziemlich “schalltot”. Auf der Aufnahme kommen die Höhen aber trotzdem klar raus, da man ja direkt ins Mikro singt. Die Akustik Profis werden die Kabine wahrscheinlich in der Luft zerreissen, weil sie keine schrägen Wände hat und der Noppenschaum an jeder Wand klebt. Aber es ist ja auch nur für Hobby Zwecke und für meine Ansprüche absolut ausreichend.
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Der Song Liar ist endlich fertig.
Habe diesen Song vor Jahren auf einer Korg Triton Workstation angefangen, danach ist er in einer alten verstaubten Diskettenbox verschwunden. Hab ihn jetzt wiederentdeckt, mit Cubase neu abgemischt und endlich fertig gemacht.
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